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Klöntüreinfach erklärt.

Was ist eine Klöntür, woher kommt ihr Name und wofür nutzt man sie heute? Wir erklären Ihnen diesen Begriff verständlich und auf den Punkt.

Herkunft und Aufbau

Woher hat die Klöntür ihren Namen?

Der Name stammt aus dem Plattdeutschen: „Klönen“ bedeutet plaudern. Bei geöffnetem Oberteil konnte man sich hinauslehnen und mit Nachbarn oder Passanten sprechen.

Verbreitet war die Klöntür vor allem in Ost- und Nordfriesland sowie im südlichen Skandinavien, meist als Haustür. Auf dem Land hatte sie einen praktischen Vorteil: Die obere Hälfte ließ Luft und Licht herein, die untere verhinderte, dass die Tiere hinausliefen.

Ein Hebel auf der Innenseite verbindet die beiden Hälften. So lässt sich die Klöntür auch wie eine gewöhnliche Tür in einem Stück öffnen.

Gut zu wissen

Im Englischen heißt die Klöntür „Dutch Door“.

Technische Illustration

Die Klöntür in zwei Stellungen

Klöntür geschlossen und mit geöffnetem Oberteil Zwei Türen in der Vorderansicht. Links ist die waagerecht geteilte Klöntür geschlossen, mit rotem Oberteil und dunklem Unterteil. Rechts ist nur das rote Oberteil zur Seite geöffnet, das dunkle Unterteil bleibt geschlossen. Geschlossen Oberteil geöffnet Oberteil Unterteil
Oberteil Unterteil Türrahmen
Vereinfachte Vorderansicht einer Klöntür: Ober- und Unterteil lassen sich getrennt öffnen. Nicht maßstabsgetreu.
Die Greenville-Bauweise

Klöntüren in Greenville-Häusern

Klöntüren gehören zu den fast vergessenen Details, die uns besonders begeistern. Im Englischen Landhaus ist die Klöntür eines von vielen liebevollen Elementen neben den Tischlerdetails.

Beliebt ist die Klöntür auch im Hauswirtschaftsraum. Heute erleichtert sie meist das Durchlüften, oder man kann die Kinder beim Spielen draußen gut im Auge behalten.

Nicht nur als Haustür: Für Dani hat Carmen Knote eine Klöntür ins Schlafzimmer eingebaut – mit Blick auf ihre Außenbadewanne. Mehr dazu in Danis Geschichte.