Mit 55 baue ich mein Haus. Das wusste ich schon vor zehn Jahren

Danis Geschichte – aufgeschrieben von Carmen Knote

Dani: „Ich bin in einem Gästehaus aufgewachsen. Meine Eltern haben alles selbst aufgebaut – von Grund auf, mit nichts in der Hand außer Arbeitswillen. Als Kind habe ich das einfach so gekannt. Man baut auf. Man investiert. Wenn es sein muss, fängt man wieder von vorne an. Das war unsere Normalität.

Mein Vater war mein Vorbild. Er war der Typ, der locker ist, der lacht, der einfach macht. Wenn ich die Wahl hatte, mit wem ich meine Zeit verbringen wollte – mit der Mama kochen oder mit dem Papa rausgehen –, war die Antwort immer klar. Mit dem Papa.

Und dann ist er plötzlich gestorben. Mit 58.

Ich war noch jung. Das Gästehaus war da. Die Frage war: Was mache ich jetzt?

Eigentlich war das gar nicht mein Plan gewesen. Vieles in meinem Leben war nicht geplant. Aber man verkauft nicht, was die Eltern aufgebaut haben. Das war für mich nie eine Option.

Also habe ich es gemacht. Allein. Dreißig Jahre lang.

Irgendwann — ich weiß nicht mehr genau wann — wurde mir klar: Das kann nicht alles sein. Da drin, in diesem großen Haus, als Betreiberin, immer für andere da. Was, wenn mir passiert, was dem Papa passiert ist? Wo würde man mich hinsetzen?

Meine Eltern haben das große Haus damals für ihr Alter umgebaut. Das war gut gemeint. Aber ich wollte etwas Eigenes. Etwas, das mir gehört. Etwas, das ich selbst gestalte.

Und plötzlich war da dieser Gedanke, so klar wie selten etwas in meinem Leben: Mit 55 baue ich mein Haus.


Carmen habe ich vor über zehn Jahren auf YouTube entdeckt. Ich habe mir damals alle Holzhäuser angesehen, alle Varianten, alles, was es so gibt – auch Schwedenhäuser. Und dann habe ich ihr Haus gesehen. Ich habe ihr geschrieben. Ich habe ihr alles zugeschickt: das Grundstück, Skizzen, Ideen, den Schwimmteich, alles drum und dran.

Sie hat mir abgesagt.

Das Eigenkapital fehlte noch. Ohne das baut Carmen nicht. Das hat sie mir ganz klar gesagt. Ich habe das verstanden. Und ich bin gegangen.

Aber ich bin nicht verschwunden.

Die nächsten zehn Jahre habe ich gespart. Konsequent. Nach meinem eigenen Plan und mit der Unterstützung meines Bankers, dem ich seit der Betriebsübernahme vertraue und der mich von Anfang an begleitet hat. Er wusste immer: Wenn ich etwas sage, meine ich es ernst.

Parallel dazu habe ich meine Liegenschaft weitergestaltet. Ich habe den Schwimmteich gebaut – zuerst für meine Mutter, die das Wasser und die Natur mehr als alles andere geliebt hat. Sitzmöglichkeiten. Wege. Strukturen. Der ganze Ort hat zugeschaut und mitgefiebert. Auch das kleine Hanggrundstück selbst nahm über die Jahre Form an.

Danis Schwimmteich. Sie baute ihn lang bevor der Hausbau begonnen hatte.


Ich habe auch angefangen zu sammeln. Die alte Eingangstür vom Umbau des großen Hauses habe ich zum Beispiel nicht weggeworfen. Ich wusste, dass ich sie irgendwann brauchen würde. Jahrelang stand sie in der Garage. Manche haben mich ausgelacht. Ich habe sie trotzdem behalten.

Vor zwei Jahren habe ich auch meine Badewanne gekauft. Außen, beheizbar, für die Terrasse. Die hat dann auch in der Garage gestanden. Zusammen mit Küchenmaschinen, Materialien und Dingen, die ich irgendwo gesehen und aufgehoben habe, weil ich wusste: Das kommt noch dran.

Mein Keller war voll. Ich war bereit.

Wie andere Bauherren durch Eigenleistung beim Hausbau gespart haben, zeigt Sarahs und Lukas' Geschichte.


Im Jahr 2025 habe ich Carmen per WhatsApp geschrieben.

“Jetzt gilt es. Ich will jetzt bauen.”

Sie hat nicht sofort Ja gesagt. Sie ist hingefahren. Sie hat sich angeschaut, wie ich lebe, was ich gemacht habe und was auf der Liegenschaft steht. Das war für mich sehr wichtig, denn sie wollte sich ein eigenes Bild machen. Nicht nur die Zahlen. Mich.

Sie ist zu mir gekommen.

Und dann hat sie angerufen. Und gesagt: „Wir machen das.“

Wir haben zusammen gerechnet. Ehrlich und ohne Schönfärberei. 150 Quadratmeter – das geht nicht. 120 Quadratmeter – wenn wir alles unterbringen können, was ich wirklich brauche, dann ja. Ich habe sofort Ja gesagt. Denn ich habe verstanden, worum es geht: nicht um Quadratmeter, sondern um das richtige Leben darin.

Das Haus ist einfach geplant. Klarer Baukörper, keine unnötigen Auskragungen, keine Verschachtelungen. Den Innenausbau meiner eigenen Wohnung mache ich selbst – mit Freunden, Nachbarn und dem Umfeld, das ich mir in fünfzig Jahren aufgebaut habe.

Zuerst wird das Obergeschoss, die Einliegerwohnung, fertiggestellt und vermietet. Das Geld fließt direkt in die Finanzierung. Ich bin nicht auf der Flucht, ich habe Zeit. Aber ich bin auch nicht naiv: Ein Haus muss arbeiten, nicht nur schön sein.

Der Schopf im Garten? Der musste sein. Er ist das Wichtigste für meine Seele. Der Glasvorbau mit dem Atelier? Das war mein Wunsch seit Jahren. Die halbrunden Fenster zur Straßenseite? Sie haben keine wirkliche Funktion. Aber sie geben dem Haus eine Seele. Und mein Banker, der zum ersten Mal mit allen Handwerkern und Carmen am großen Tisch zusammengesessen ist, hat gesagt: Mach es sofort. Nachträglich ist immer teurer.

Also haben wir es gemacht!


Als die Handwerker kamen – ein Team aus dem Ausland, das kaum Deutsch sprach – war die Distanz am Anfang groß. Ich bin irgendwann zu viel herumgeschwirrt, haben sie mir gesagt. Sie haben mich sogar von der Baustelle geschickt, weil ich keinen Helm hatte.

Aber ich habe mich hochgearbeitet. Und am Ende durfte ich rein. Sie haben mir gesagt: „Jetzt darfst du ins Haus gehen.“ Das war für mich ein besonderer Moment.

Wir schreiben uns noch heute. Mit der ganzen Familie, mit den Kindern. Wenn man sechs, sieben Wochen zusammen baut, dann entsteht etwas.

Ich erinnere mich an einen Abend, als ich beim Bau dabeigestanden habe. Die Leute sind auf der Straße vorbeigegangen und stehengeblieben. Sie haben hergeschaut. Man hat gemerkt, wie es einem ums Herz geht.

Das ist dieses Haus. Es strahlt etwas aus. Diese Wärme, diese Geborgenheit. Viele haben mir gesagt, das wäre ihr Traum gewesen. Du hast meinen Traum realisiert.

Ein kleines Kind ist mit seiner Mama vorbeigegangen und hat gesagt: „Mama, Mama, das ist ein Märchenhaus.“

Genau das ist es.


Als Carmen zum Videodreh angekündigt hat zu kommen, habe ich am Wochenende davor noch schnell die letzten Platten rund ums Haus gelegt. Natürlich. Wer wartet da noch?

Meine Außenbadewanne steht auch schon. Die aus der Garage. Dafür hat Carmen extra eine Klöntür ins Schlafzimmer eingebaut – weil ich das so wollte und weil man bei Greenville eben bekommt, was man wirklich braucht, und nicht, was im Katalog steht.

Mit 60 will ich runterfahren. Nicht aufhören, sondern runterfahren. Dreißig Jahre auf hundert Prozent, das ist genug. Das Haus wird dann da sein. Meine Wohnung unten ist fertig ausgebaut, in meinem Tempo. Die Einliegerwohnung oben vielleicht irgendwann für eine Betreuungsperson, vielleicht auch für mehr, das entscheide ich dann.

Und der Garten. Der Schwimmteich. Der Schopf.

Alles da. Alles meins.


Wenn ich jemandem einen Rat mitgeben kann, dann diesen:

Man muss wissen, was man will. Man muss bereit sein, zu warten. Und man muss bereit sein, selbst anzupacken – nicht, weil man muss, sondern weil man versteht, dass dies der richtige Weg ist.

Ich habe nie aufgehört zu wissen, was ich will. Das war mein größtes Kapital.“


Wie Danis Schwedenhaus am Hang im Detail entstanden ist – mit allen Zahlen

Alle Details und die Zahlen findet ihr in Danis vollständiger Schwedenhaus-am-Hang-Geschichte im Blog.

Danis Haus steht in Wiesing, Tirol. Wenn du wissen willst, ob der Weg zum eigenen Haus für dich möglich ist – nicht irgendwann, sondern mit einem konkreten Plan –, dann ist das Erstgespräch mit Carmen der richtige erste Schritt.


Danis Testimonial findest du bei YouTube

Das Video in voller Länge zu Danis Testimonial - diesen Sonntag um 11 Uhr live bei YouTube

Danis Schwedenhaus und ihr Märchengarten

Das Video in voller Länge findest du bei Youtube. Der Garten ist bereits lang fertig gestellt, nun steht das Haus und Carmen führt dich durch die Entstehungsgeschichte von Danis Schwedenhaus.


Häufige Fragen zu Danis Schwedenhaus (FAQ)


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