Greenville Wissen rund ums Holzhaus

Cape Codeinfach erklärt.

Was ist ein Cape-Cod-Haus, woran erkennen Sie es und was verbindet es mit dem New-England-Stil? Wir erklären Ihnen diesen Begriff verständlich und auf den Punkt.

Merkmale

Woran erkennt man ein Cape-Cod-Haus?

Das klassische Cape-Cod-Haus ist eineinhalbgeschossig: Über dem Erdgeschoss liegt ein Dachraum unter einem steilen Satteldach, dessen Giebel zu den Seiten zeigen. Die Traufe sitzt tief, direkt über den Fenstern, und das Dach steht kaum über.

Die Fassade ist symmetrisch und schlicht: eine Tür in der Mitte, links und rechts gleichmäßig verteilte Sprossenfenster, kaum Verzierungen. Verkleidet ist das Haus mit Holzschindeln oder waagerechten Holzbrettern. Der große Schornstein in der Mitte heizte früher alle Räume.

Spätere Cape-Cod-Häuser bekamen oft Gauben im Dach und Fensterläden. So wurde der Dachraum besser bewohnbar.

Gut zu wissen

Viele Cape-Cod-Häuser wurden zunächst kleiner gebaut und später erweitert. Man unterscheidet deshalb das halbe, das Dreiviertel- und das ganze Cape – je nachdem, wie viele Fenster neben der Tür liegen.

Technische Illustration

Halbes, Dreiviertel- und ganzes Cape

Halbes, Dreiviertel- und ganzes Cape-Cod-Haus Drei kleine Häuser mit steilem Satteldach in der Vorderansicht. Das halbe Cape hat zwei Fenster neben der roten Tür, das Dreiviertel-Cape zwei Fenster auf der einen und eines auf der anderen Seite, das ganze Cape je zwei Fenster links und rechts der mittigen Tür. Der Schornstein sitzt jeweils über der Tür. Halbes Cape Dreiviertel-Cape Ganzes Cape
Haustür Wände, Fenster und Schornstein Dachfläche
Vereinfachte Vorderansichten: Beim ganzen Cape liegt die Tür in der Mitte, beim halben und beim Dreiviertel-Cape seitlich. Nicht maßstabsgetreu.
Geschichte

Woher kommt das Cape-Cod-Haus?

Die ersten Cape-Cod-Häuser bauten englische Siedler im späten 17. Jahrhundert an der Küste Neuenglands. Die niedrigen, kompakten Holzhäuser mit steilem Dach hielten den stürmischen Wintern stand und ließen sich mit einem einzigen Kamin heizen.

Den Namen prägte Timothy Dwight, Präsident der Yale-Universität. Er reiste um 1800 über Cape Cod und beschrieb die typischen Häuser dort als „Cape Cod houses“.

Wiederentdeckt

Vom Siedlerhaus zum Klassiker

In den 1930er-Jahren wurde der Stil in den USA wiederentdeckt. Bis in die Nachkriegszeit gehörte das Cape-Cod-Haus zu den am häufigsten gebauten Einfamilienhäusern, oft mit Gauben und Fensterläden.

Bis heute gilt es als Inbegriff des gemütlichen amerikanischen Häuschens.

Die Greenville-Bauweise

Cape Cod und der New-England-Stil

Das Cape-Cod-Haus ist eine der Urformen des New-England-Stils, den wir für unsere Bauherren umsetzen. Vielleicht kennen Sie diesen Stil von Reisen nach Cape Cod, Nantucket oder Maine.

Viele seiner Merkmale finden Sie auch in unseren Häusern wieder: steile Satteldächer, eine klare Symmetrie mit mittigem Eingang und waagerechte Holzfassaden in hellen Farben. Dazu kommen Elemente, die sich in Neuengland später entwickelt haben, etwa großzügige Porches oder eine Kathedraldecke.