Greenville Wissen rund ums Holzhaus

Kathedraldeckeeinfach erklärt.

Was ist eine Kathedraldecke, wie unterscheidet sie sich von einer klassischen Zimmerdecke und was bedeutet sie für Raumhöhe und Raumgefühl? Wir erklären Ihnen diesen Begriff verständlich und auf den Punkt.

Aufbau und Raumwirkung

Wie unterscheidet sich eine Kathedraldecke von einer klassischen Decke?

Bei einer klassischen Decke schließt der Raum mit einer waagerechten Geschossdecke ab. Darüber liegt ein Dachboden oder ein weiteres Geschoss.

Bei einer Kathedraldecke entfällt diese Ebene. Die Decke liegt in der Dachfläche und folgt deren Neigung bis zum höchsten Punkt, dem First. Der Raum gewinnt dadurch deutlich an Höhe und wirkt offener und großzügiger.

Weil kein Dachboden darüber liegt, sitzt die Wärmedämmung direkt in der Dachfläche. Wie die Decke konstruiert und gedämmt wird, hängt vom Dachtragwerk und den Anforderungen des Gebäudes ab.

Gut zu wissen

Der Begriff ist vom englischen „Cathedral Ceiling“ übernommen. Gemeint ist eine Decke, die zu beiden Seiten der Dachneigung folgt – nicht eine gewölbte Decke wie in einer Kirche.

Technische Illustration

Klassische Decke und Kathedraldecke im Vergleich

Klassische Decke und Kathedraldecke im Querschnitt Zwei gleiche Häuser mit Satteldach im Querschnitt. Links schließt eine waagerechte rote Decke den Wohnraum ab, darüber liegt ein grauer Dachboden. Rechts folgt die rote Decke beiden Dachschrägen bis unter den First, der Wohnraum reicht bis ganz nach oben. Maßlinien zeigen die unterschiedliche Raumhöhe. Klassische Decke Dachboden Wohnraum Raumhöhe Kathedraldecke Wohnraum Raumhöhe
Decke Dach und Außenwände Dachboden
Vereinfachte Querschnitte desselben Hauses. Links schließt eine waagerechte Decke den Raum ab, rechts folgt die Kathedraldecke der Dachneigung bis zum First. Nicht maßstabsgetreu.
Heller Wohnraum mit weiß vertäfelter Kathedraldecke, bodentiefen Fenstertüren und rundem Fenster
Mit weißem Holz vertäfelte Kathedraldecke in einem Greenville-Haus in Graubünden.
Die Greenville-Bauweise

Kathedraldecken in Greenville-Häusern

In unseren Häusern im New-England-Stil gehört die Kathedraldecke zu den typischen Gestaltungselementen. Sie wird mit speziellen, dafür vorgefertigten Rahmenbindern gebaut.

Auch in unseren Bungalows setzen wir Kathedraldecken ein, wo es passt. Im Bungalow bei Lausanne ist die Decke über Wohnen, Essen und Küche bis zu 3,7 m offen.

Wichtig: Wo die Decke bis zum First offen ist, entsteht darüber kein zusätzlicher Raum. Wird mehr Wohnfläche gebraucht, kann statt der Kathedraldecke ein Raum im Dachgeschoss entstehen – bei unserem TinyTwins-Konzept zum Beispiel ein kompaktes Miniapartment als dritter Wohnbereich.

Wo setzt Greenville Kathedraldecken ein?

Ob Wohnraum, Wintergarten oder Tiny House: Die Kathedraldecke kommt in ganz unterschiedlichen Greenville-Projekten zum Einsatz.

01 / 04

Allraum

Im Zentrum des TinyTwins-Konzepts liegt ein großzügiger Allraum mit Kathedraldecke zum gemeinsamen Kochen, Essen und Leben. Sie schafft ein Raumgefühl wie im Loft.

02 / 04

Wohnen und Essen

Im Greenville Modern Farmhouse wirken Essen und Wohnen durch die offenen Kathedraldecken großzügig. Eingezogenes Fachwerk mit sichtbaren Holzbalken macht die Räume trotzdem gemütlich.

03 / 04

Wintergarten

Für eine Familie in Weinfelden haben wir nach Süden einen Wintergarten mit offener Kathedraldecke geplant und gebaut.

04 / 04

Tiny House

Unser Tiny House im New-England-Stil wirkt innen durch die hohe Kathedraldecke sehr geräumig und luftig.