Greenville Wissen rund ums Holzhaus

Falunroteinfach erklärt.

Was ist Falunrot, woher kommt die typische Farbe schwedischer Holzhäuser und wie wirkt sie am Haus? Wir erklären Ihnen diesen Begriff verständlich und auf den Punkt.

Herkunft und Geschichte

Woher kommt Falunrot?

Das Pigment ist ein Nebenprodukt des Kupferbergbaus in Falun. Aus eisenhaltigem Gestein, das beim Abbau anfiel, entsteht durch Erhitzen ein rotes Farbpulver.

Zunächst war die Farbe teuer und Schlössern und Herrenhäusern vorbehalten. Wohlhabende Hausbesitzer ließen ihre Holzhäuser rot streichen, damit sie wie Backsteinbauten wirkten. Später verbreitete sich das Rot auf Bauernhäuser und Scheunen im ganzen Land.

Spätestens seit den Bildern des Malers Carl Larsson gilt das rote Holzhaus mit weißen Ecken als Inbegriff Schwedens.

Die traditionelle Farbe

Was ist Schlammfarbe?

Traditionell wird das Pigment als sogenannte Schlammfarbe angerührt: aus Wasser, Mehl, Leinöl, Eisenvitriol und dem Farbpigment.

Die Farbe ist diffusionsoffen und blättert nicht ab, sondern wäscht sich mit der Zeit aus. Nachgestrichen wird meist erst nach sechs bis 15 Jahren. Am besten eignet sie sich für unbehandeltes, sägeraues Holz.

Gut zu wissen

Falunrot bezeichnet heute oft auch nur den Farbton. Moderne Holzfarben gibt es ebenfalls in diesem typischen Rot.

Rotes Schwedenhaus mit weißen Fenstern und Giebeln in einem Hanggarten mit Natursteinmauer
Schwedenhaus am Hang im klassischen Schwedenrot.
Die Greenville-Bauweise

Falunrot an Greenville-Häusern

Das klassische Schwedenrot gehört für uns zu den zeitlosen Farben eines Schwedenhauses. Seine volle Wirkung entfaltet es im Kontrast zu weißen Details: Fenster, Eckbretter, Giebelverzierungen und Konsolen treten dann deutlich hervor.

Doch die Farbe allein macht noch kein Schwedenhaus. Woran Sie ein echtes Schwedenhaus erkennen – und nicht nur ein Holzhaus, das rot gestrichen ist –, erklärt Carmen Knote im Video zu allem, was Sie über Schwedenhäuser wissen müssen.